Milica Pavlovic
Milica Pavlovic
11.02.2022

Ein Jeanslabel anhand einer Marketingsimulation erfolgreich vermarkten

Im 4. Semester des Business Communications Studiums an der Hochschule für Wirtschaft in Zürich, besuchten die Studierenden den Kurs «Costumer Journey und Operatives Marketing». In diesem lernen wir die Relevanz des richtigen Marketings anhand eines konkreten Beispiels kennen. Wir erhielten einen Gruppenauftrag, in welchem wir ein Jeanslabel erfolgreich im Markt positionieren und dank spezifisch gewählter Werbung, dessen Umsatz steigern sollten.

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Die Online-Simulation «My Marketing Experience» wurde von einem holländischen Unternehmen so konzeptioniert, dass die jeweiligen Gruppen gegeneinander antreten und jederzeit ihr momentanes Ranking vergleichen konnten. Die Simulation war in acht Quartale geteilt und wir mussten uns jeden Schritt drei Mal überlegen, da wir einmal getroffene Entscheidungen, nicht mehr korrigiert werden konnten. Das endgültige Resultat war zufriedenstellend und wir platzierten uns im oberen Durchschnitt des Gruppenrankings. Ausserdem wurde die Simulation zum Schluss auch von unserem Dozenten, Herrn Jürg Weibel, unter die Lupe genommen und bewertet.

Für meine Gruppe und mich war dieses Projekt sehr spannend, lehrreich, aber auch zeitintensiv. Über fünf Monate hinweg trafen wir uns jeden zweiten Freitag und arbeiteten an unserer Marketingsimulation. Da unsere Gruppe nur aus drei Mitgliedern bestand – andere Gruppen waren um eine bis zwei Personen reicher – musste jeder von uns mehr leisten. Unsere grösste Herausforderung war es, die Werbemassnahmen so zu wählen, dass wir die Zielkunden erreichen, dennoch keine zu hohen Werbekosten produzieren.

Monatelang bewegten wir uns im unteren Teil des Gruppenrankings, was uns am Rande der Verzweiflung brachte. Egal welche Entscheidungen wir trafen, die Zahlen blieben rot. Erst gegen Schluss wurden uns die Fehler bewusst und wir konnten unser Jeanslabel «Roots» aus dem Minus retten.

Da ich beruflich in einer Privatbank tätig bin und wenig mit Marketing am Hut habe, hatte ich noch keine Möglichkeit das Gelernte in der Praxis umzusetzen. Da ich jedoch vor einigen Monaten ein eigenes Modelabel gegründet habe und mich mit diesem gerade in der Produktionsphase befinde, werde ich mich in Kürze mit dem Marketing intensiv beschäftigen müssen. Persönlich fand ich einige «erfolgreiche» Entscheidungen in der Simulation zunächst fragwürdig. Zum Schluss stellten sie sich jedoch als sehr logisch heraus, da ich einige entscheidende Faktoren bei meinen Überlegungen nicht miteinbezog. Dank diesem Projekt werde ich nun auch im Marketing vernetzter denken und meine Werbemassnahmen wohlüberlegt wählen. Dank der Simulation werde ich vermutlich einige Fehler umgehen bei meinem Label umgehen und hoffentlich mein Werbebudget im Griff haben.