Anais Maag
Anais Maag
26.01.2026

Ready for Take-off: So bereitest du dein Auslandsemester vor

Neue Städte entdecken, in einem anderen Studiensystem lernen, Menschen aus aller Welt kennenlernen – ein Auslandsemester bietet die Möglichkeit, Studium und neue Erfahrungen miteinander zu verbinden. Doch bevor es so weit ist, beginnt die Reise meist ganz unspektakulär: mit offenen Browser-Tabs, Bewerbungsfristen und der Frage, wo man eigentlich anfangen soll. Genau hier setzt dieser Guide an und führt durch die drei Phasen der Vorbereitung.

Bild Auslandsemester Guide

Phase 1: Interesse - Überblick schaffen und Möglichkeiten prüfen

Am Anfang steht meist kein fixer Plan, sondern ein Gedanke: Ein Auslandsemester wäre spannend. In dieser Phase geht es darum, sich zu orientieren und abzuklären, ob ein Auslandsemester grundsätzlich realisierbar ist.
Hilfreich sind dabei:

Auch erste organisatorische Fragen sollten geklärt werden:

  • Passt ein Auslandsemester in den Studienverlauf?
  • Lässt sich der Aufenthalt mit einem Job vereinbaren?

Diese Phase dient dazu, einen realistischen Überblick zu gewinnen, ohne bereits konkrete Entscheidungen treffen zu müssen.

Phase 2: Entscheidung - „Ich will gehen“

Sobald feststeht, dass ein Auslandsemester infrage kommt, wird die Planung konkreter. In diesem Schritt empfiehlt es sich, das Interesse offiziell bei der Koordinationsperson sowie der Studiengangsleitung zu melden, um die nächsten Schritte abzustimmen.

Nun beginnt die gezielte Suche nach der passenden Gastuniversität. Neben akademischen Kriterien spielen auch persönliche Präferenzen eine Rolle, etwa:

  • Grossstadt oder Campusuniversität
  • kulturelles Umfeld
  • Lebensstil und studentisches Leben

Eine gute erste Orientierung bieten die Partneruniversitäten der HWZ sowie die Liste der Hochschulen, die bereits von Studierenden früherer Auslandsemester besucht wurden (MyHWZ). Da diese Universitäten Erfahrung mit Studierenden der HWZ haben, ist die Wahrscheinlichkeit für einen fachlichen und organisatorischen Fit oft höher.

Zusätzlich können Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok sowie die Websites der Universitäten helfen, einen realistischen Eindruck vom Studienalltag, vom Campusleben und vom Umfeld vor Ort zu gewinnen.

Passt keine Partneruniversität zu den eigenen Vorstellungen, erfolgt die Planung als Freemover. Dabei sollten insbesondere folgende Punkte geprüft werden:

  • Nimmt die Universität Freemover auf?
  • Wann beginnt das Semester?
  • Passen die angebotenen Kurse zum eigenen Studiengang?
    (Viele Universitäten stellen dazu Kursübersichten auf ihrer Website bereit.)

Ergänzend zur Beratung durch die HWZ arbeitet die Universität auch mit ausgewählten Agenturen (z. B. Asia Exchange, StudySmart, AIFS Educational Travel) zusammen, die Studierende im Bewerbungsprozess unterstützen. Diese können unter anderem bei der Auswahl geeigneter Universitäten, bei Bewerbungen sowie bei ersten organisatorischen Fragen helfen. 

Ein wichtiger Praxistipp:

  • mehrere Gastuniversitäten in Betracht ziehen
  • Parallelbewerbungen einplanen
  • Alternativen offen halten

Gerade bei beliebten Hochschulen oder Business Schools ist der Bewerbungsprozess häufig sehr kompetitiv. Absagen sind dabei kein Ausnahmefall.

Phase 3: Zusage - Organisation im Gastland

Mit der Zusage einer Gastuniversität beginnt die organisatorische Vorbereitung im Gastland. Diese Phase ist oft administrativ, erfordert aber Geduld und eine gute Struktur.

Typische To-dos sind:

  • Visa-Antrag und Einreisebestimmungen klären
  • Unterkunftssuche (Campuswohnmöglichkeiten oder eigenständige Wohnungssuche)
  • Abschluss oder Anpassung von Versicherungen
  • Informationen zu Einschreibung, Kurswahl und Stundenplan

Viele Gastuniversitäten stellen auf ihren Websites detaillierte Guides und Empfehlungen bereit, insbesondere zur Unterkunftssuche. Diese Informationen sollten frühzeitig genutzt werden. Zudem ist Vorsicht vor Betrugsangeboten geboten, vor allem bei privaten Wohnungsangeboten.

Zu beachten ist ausserdem, dass administrative Abläufe im Ausland nicht immer so effizient organisiert sind, wie in der Schweiz. Rückmeldungen können länger dauern, Informationen spät folgen oder sich kurzfristig ändern. Geduld, Flexibilität und realistische Erwartungen helfen, diese Phase entspannt zu meistern.

Das Wichtigste zum Schluss

Ein Auslandsemester erfordert Planung, aber es lohnt sich. Wer sich frühzeitig informiert, Unterstützungsangebote nutzt und flexibel bleibt, schafft die beste Grundlage für eine bereichernde akademische und persönliche Zeit. Der ganze organisatorische Aufwand ist am Ende nur der Einstieg. Was bleibt, sind neue Perspektiven, Freundschaften aus aller Welt und Erfahrungen, die weit über das Studium hinaus wirken.