Denis Filipovic
Denis Filipovic
03.02.2026

Vom Zweifel zur Begeisterung: Was mir Live Communication wirklich gezeigt hat

Nicht jede Gruppenarbeit beginnt mit Begeisterung. Manche starten mit Fragezeichen, Diskussionen und dem leisen Gedanken, wie daraus überhaupt ein richtiger Event entstehen soll. Genau so hat meine Erfahrung im Modul Live Communication begonnen und genau deshalb ist sie mir geblieben.

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Der Auftrag, ein Event so planen, als wäre er real

Der Auftrag im Modul war klar definiert. In Gruppen sollten wir einen fiktiven Event vollständig konzipieren, so realitätsnah, dass er theoretisch auch umgesetzt werden könnte. Dazu gehörten unter anderem die Entwicklung einer Eventidee, die Ausarbeitung der Dramaturgie, ein Budget, ein Sponsoringkonzept sowie begleitende Kommunikationsmassnahmen mit Fokus auf digitale Kanäle. Ziel war es, ein stimmiges Gesamtkonzept zu entwickeln, das eine Geschäftsleitung von der Umsetzung überzeugt.

Wenn die Themenwahl nicht die eigene ist

Erst auf dieser Grundlage stand die Themenwahl an und genau dort begann bei mir die anfängliche Skepsis. Die Idee, einen Event rund um Pilates und Frauenmode zu konzipieren, fühlte sich für mich persönlich nicht naheliegend an. Ich konnte wenig damit anfangen, die Mehrheit der Gruppe hingegen schon. Also musste ich mich damit anfreunden. Rückblickend war genau das bereits eine der ersten Lektionen dieses Projekts, nicht jedes Projekt beginnt mit persönlicher Begeisterung, genau darin liegt aber oft das grösste Lernpotenzial.

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Zum ersten Mal von Anfang bis zum Schluss involviert

In meiner bisherigen beruflichen Laufbahn war ich zwar schon Teil von Eventorganisationen, aber nie über den gesamten Prozess hinweg. Meist war ich punktuell involviert, nie von Anfang bis zum Schluss in allen Schritten. Diese Gruppenarbeit war anders. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, wirklich alles mitzudenken, jedes Detail, jede Entscheidung, jede Konsequenz. Dadurch wurde diese Arbeit für mich mehr als nur eine Studienleistung.

Wenn aus Zurückhaltung echtes Engagement wird 

Was mich selbst überrascht hat, aus anfänglicher Zurückhaltung wurde echtes Engagement. Ich habe viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt. Noch nie hat mich eine Gruppenarbeit im positiven Sinn so gefordert und gleichzeitig so gepackt. Die vielen Diskussionen, Abstimmungen und Meinungsverschiedenheiten in der Gruppe waren intensiv, teilweise anstrengend, aber genau das machte sie spannend. Ständig hatte ich das Gefühl, wir würden einen echten Event organisieren, nicht einfach ein Konzept für eine Note schreiben. Ich wollte, dass alles stimmig ist, weil es sich plötzlich real anfühlte.

Warum praxisnahe Aufträge mehr vermitteln als Theorie 

Gerade hier wurde mir klar, worin der grosse Vorteil von praxisnahen Aufträgen liegt. Man versteht erst durch das Tun, wie komplex solche Projekte tatsächlich sind. Live Communication bedeutet nicht nur Kreativität, sondern vor allem Organisation, Koordination, Kommunikation und Verantwortung. Dinge, die man theoretisch schnell unterschätzt, werden in der Praxis sehr greifbar.

Feedback als Bestätigung des gesamten Prozesses 

Als wir am Ende das Feedback des Dozenten erhielten, fühlte es sich wie eine echte Belohnung an. Nicht nur für die investierte Zeit, sondern für den gesamten Prozess. In diesem Moment konnte ich mir gut vorstellen, wie sich auch die fiktiven Teilnehmenden unseres Events gefühlt hätten. Dieses Gefühl war für mich überraschend befriedigend.
 

Was ich daraus für meinen beruflichen Alltag mitnehme

Durch diese Arbeit habe ich gemerkt, dass ich mir durchaus vorstellen könnte, künftig selbst in der Eventorganisation tätig zu sein. Gleichzeitig schätze ich heute die Arbeit meiner Kollegin in meiner Organisation umso mehr, die gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied unsere Events plant und umsetzt. Erst durch diese Aufgabe wurde mir wirklich bewusst, wie enorm der Aufwand ist und wie viele Details beachtet werden müssen, an die man vorher nie denkt.

Was mir dieses Projekt wirklich gebracht hat

Das neu gewonnene Verständnis konnte ich bisher noch nicht direkt im Job umsetzen, mein Blick auf Eventarbeit hat sich jedoch klar verändert. Ich erkenne Abläufe, Entscheidungen und Herausforderungen heute bewusster und mit mehr Respekt. Ohne diese praxisnahe Aufgabe im Unterricht an der HWZ hätte ich diese Erkenntnisse so nie gewonnen. Für mich war dieses Projekt nicht nur lehrreich, sondern auch erleuchtend und eine Erfahrung, die bleibt.