Vom Kampagnenkonzept zur Publireportage
Mit der ersten Publireportage in einem Branchenmedium stellte sich für mich eine neue kommunikative Herausforderung. Es galt eine bereits umgesetzte Kampagne journalistisch aufzuarbeiten und für ein kritisches Fachpublikum einzuordnen. Der Beitrag zeigt, wie sich textliches und visuelles Storytelling aus dem Studium direkt in der Praxis anwenden lassen.
Ausgangslage
Mit dem Wechsel in meine neue Funktion als Communications Manager bei CH Media Mind übernahm ich Ende letzten Jahres erstmals die Verantwortung für die kommunikative Aufbereitung einer bereits umgesetzten Werbekampagne in einem externen Branchenmedium. Konkret handelte es sich um eine Publireportage im Kommunikationsmagazin persönlich, erschienen in der Dezemberausgabe 2025.
Im Fokus stand eine Kampagne für die Käserei Studer, umgesetzt durch CH Media Mind. Meine Aufgabe bestand darin, die Kampagnenidee, die strategische Herleitung sowie die Wirkung der Massnahmen journalistisch aufzubereiten und für ein Fachpublikum verständlich und relevant darzustellen. Es war meine erste Publireportage in dieser Rolle und damit ein persönlicher Praxistest an der Schnittstelle von Kommunikation und Storytelling.
Vorgehen und Praxistransfer
Bevor der Beitrag für das Fachmedium entstand, habe ich die Kundenumsetzung zunächst als Case auf der Website von CH Media Mind aufbereitet. Diese Vorarbeit diente als inhaltliche Grundlage und half, die Kampagne strukturiert zu analysieren. Anschliessend erfolgte die Adaption für das Branchenmagazin, mit deutlich höheren Anforderungen an Relevanz, Verdichtung und journalistische Logik.
Die Arbeit an der Publireportage machte deutlich, wie zentral die Inhalte aus den Modulen textliches und visuelles Storytelling für die Praxis sind. Anders als in der klassischen Unternehmenskommunikation ging es nicht darum, eine Mitteilung möglichst sachlich und positiv darzustellen, sondern eine Botschaft nachvollziehbar, glaubwürdig und stringent als Geschichte zu erzählen.
Auf textlicher Ebene stand die Frage im Zentrum, wie eine Kampagne so beschrieben wird, dass sie nicht wie Werbung wirkt, sondern wie eine fundierte Fallstudie. Entscheidend war eine klare Dramaturgie mit Fokus auf Ausgangslage, strategischer Idee, kreativer Umsetzung und Wirkung. Inhalte mussten konsequent reduziert, priorisiert und präzise formuliert werden. Das im Studium geschulte Denken in Kernbotschaften half dabei, den Fokus zu halten und Nebenaspekte auszublenden.
Parallel dazu spielte visuelles Storytelling eine zentrale Rolle. Die Auswahl der Sujets, deren Gewichtung sowie das Zusammenspiel von Bild und Text beeinflussten die Wahrnehmung des Beitrags massgeblich. Die Publireportage musste visuell aufmerksamkeitsstark sein, ohne ihren redaktionellen Anspruch zu verlieren. Der Praxistransfer aus dem Studium zeigte sich hier klar: Bilder sind keine Dekoration, sondern tragen Bedeutung und steuern Interpretation.
Die enge Abstimmung mit dem Kunden war dabei ein weiterer relevanter Faktor. Inhalte mussten fachlich korrekt, strategisch sauber und gleichzeitig medientauglich aufbereitet sein. Dieser Balanceakt erforderte klare Argumentation und eine bewusste Priorisierung der Inhalte.
Fazit
Die Publireportage zur Kampagne der Käserei Studer ist für mich ein konkretes Beispiel dafür, wie eng Theorie und Praxis im Studium Business Communications miteinander verknüpft sind. Die Storytelling Module liefern keine Rezepte, sondern schärfen den analytischen Blick für Struktur, Wirkung und Relevanz.
Besonders zentral war die Erkenntnis, dass professionelle Kommunikation nicht im Ausschmücken besteht, sondern im Weglassen, Zuspitzen und präzisen Erzählen. Der Anspruch, Inhalte für ein kritisches Fachpublikum aufzubereiten, zwingt zu Klarheit und Disziplin.
Für meine Rolle bei CH Media nehme ich mit, dass fundiertes Storytelling nicht nur bei der Entwicklung von Kampagnen, sondern auch bei deren Reflexion und Dokumentation entscheidend ist. Genau hier liegt der Mehrwert des Studiums: Es verbessert nicht nur das operative Handeln, sondern auch das strategische Denken über das eigene Tun.